Wie funktionieren Kosten bei variablen Produkten und Varianten?
Eine Variante übernimmt den Wareneinsatz des übergeordneten Produkts, ersetzt ihn oder kommt hinzu. Das Kennzeichen „additiv“, die Vererbung und was als fehlend zählt.
Die kurze Antwort
Eine Variante übernimmt den Wareneinsatz des übergeordneten Produkts, solange Sie ihr keinen eigenen geben. Tun Sie das, gibt es noch einen Schalter: Der Wareneinsatz der Variante kann den des übergeordneten Produkts ersetzen oder zu ihm addiert werden.
Bei einem Hemd mit einem Wareneinsatz von 24 hat eine als additiv markierte Variante mit 3 also einen Wareneinsatz von 27. Das wollen Sie, wenn die Variante ein Aufpreis ist, etwa ein eingestickter Name, und keine andere Ware.
Was WooCommerce tatsächlich tut
Übergeordnete Produkte und Varianten speichern ihren eingetragenen Wareneinsatz beide in
_cogs_total_value. Die Variante hat zusätzlich ein Kennzeichen, _cogs_value_is_additive, das auf
yes steht, wenn der Wareneinsatz zu dem des übergeordneten Produkts addiert wird, und sonst gelöscht ist.
Eine Falle sollten Sie kennen. Die Nachschlagespalte wc_product_meta_lookup.cogs_total_value hält
den eingetragenen Wert, nicht den wirksamen. Eine Variante, die den Wareneinsatz einfach
übernimmt, steht dort also als NULL. Eine Liste „Produkte ohne Wareneinsatz“, die nur aus dieser
Spalte gebaut wird, wäre voller Varianten, die einwandfrei abgedeckt sind.
Die Ansicht der Varianten hat außerdem eine Massenaktion, die eigene Werte der Varianten löscht. So lässt sich ein Produkt in einem Schritt auf „alles übernimmt den Wert des übergeordneten Produkts“ zurücksetzen.
Was Sie tun können
Wählen Sie je Produkt eine Konvention und bleiben Sie dabei:
- dieselbe Ware in verschiedenen Farben: ein Wareneinsatz beim übergeordneten Produkt, keine eigenen Werte;
- wirklich verschiedene Waren unter einem Produkt: ein Wareneinsatz bei jeder Variante, ersetzend;
- ein Aufpreis: additiv, nur mit dem Mehrbetrag.
Öffnen Sie danach eine oder zwei Varianten und prüfen Sie, ob das Kennzeichen so gesetzt ist, wie Sie es erwarten. Das Feld zeigt an, in welchem Modus es ist, und die beiden Modi unterscheiden sich um den gesamten Wareneinsatz des übergeordneten Produkts.
So zeigt Merchgain das im Bericht
Merchgain zählt eine Variante nur dann als ohne Wareneinsatz, wenn sowohl ihr eigener Wert als auch der des übergeordneten Produkts fehlen. Diese Regel gibt es wegen der Nachschlagespalte oben: Ohne diese Regel bestünde die Liste fehlender Kosten größtenteils aus Fehlalarmen, und eine Liste, der man nicht trauen kann, liest man irgendwann nicht mehr.
Rohertrag und Marge werden je Produkt, je Kategorie und je Zeitraum gezeigt, nicht je Variante. Die Zahlen, nach denen ein Shop handelt, liegen auf Produktebene, und eine Tabelle je Variante über einen Katalog mit Tausenden Varianten wäre eine andere Ansicht mit einer anderen Aufgabe.
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